Befreiungsschlag
Foto: Holger Beck
Es war das zu erwartende schmutzige Spiel in Salzgitter. Der Druck bei den Crocodiles war groß. Nach drei Niederlagen in Folge wollte man nun alles dafür tun, um wieder auf die Erfolgsspur zu kommen. Leider war das Team durch einen grippalen Infekt in der Woche zuvor sehr geschwächt. Beim Spiel fehlten dem Team dann auch wichtige Spieler. Dennoch wollte die Mannschaft ein Zeichen setzen.
Im ersten Drittel tasteten sich beide Mannschaften erst einmal ab und fanden nicht den Zug zum Tor. In der 13. Minute musste unser Neuzugang Toms Jaunozols auf die Bank. Die Icefighters nutzten das folgende Powerplay und versenkten den Puck zum 1:0. Die Crocodiles ließen sich davon nicht behelligen und konnten im eigenen Powerplay in der 19. Minute zum 1:1 ausgleichen. Torschütze war Miguel Boock. Mit diesem Ergebnis ging es in die erste Pause des Abends.
Auch das zweite Drittel sollte für die 332 Zuschauer in der Eissporthalle am Salzgitersee nicht langweilig werden.
Kurz nach Beginn des zweiten Drittels nahm sich Markus Lepistö den Puck und steuerte auf das Gästetor zu. Im richtigen Moment passte er den Puck zu Max Kotrba, der die Crocodiles mit 2:1 in Führung bringen sollte. In der 24. Minute kamen die Crocodiles erneut ins Powerplay, doch wie auch in Timmendorf verloren sie den Puck, und die Icefighters konnten per Shorthander zum 2:2 ausgleichen. Kurz vor Ende des zweiten Drittels waren die Icefighters im Powerplay und nutzten ihre Chance konsequent, um erneut mit 3:2 in Führung zu gehen. Trainer Jacek Darowski muss in der zweiten Pause wohl die richtigen Worte gefunden haben, denn die Crocodiles erhöhten den Druck auf Salzgitter. In der 49. Minute gab es erneut ein Powerplay für die Crocodiles. Maksym Andriienko erzielte nach Vorarbeit von Ivan Savchenko und Max Kotrba den wichtigen Ausgleich zum 3:3. Mit diesem Treffer kippte das Momentum auf die Hamburger Seite. Die Mannschaft spielte nun druckvoller und zielstrebiger.
Max Kotrba schnürte seinen Doppelpack, als er nach Vorlage von Andriienko und Savchenko zur 4:3-Führung traf. Den Schlusspunkt setzte schließlich Ivan Savchenko selbst mit dem Treffer zum 5:3 Endstand aus Sicht der Hamburger.
Mit einer starken Moral und einer überzeugenden Leistung im Schlussdrittel sicherten sich die Crocodiles Hamburg einen verdienten 5:3-Auswärtssieg bei den Salzgitter Icefighters.
War dies der erhoffte Befreiungsschlag? Die Antwort dürfte klar sein. Die Crocodiles können doch noch siegen.
Ob der Schwung auch morgen gegen die Harzer Falken anhält? Seid dabei und sichert euch noch schnell ein Ticket für das letzte Hauptrundenspiel, für das es noch knapp 200 Tickets gibt.
(AG/HB)



