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Infos satt zum Fan-Stammtisch-Auftakt

Kaderplanung, Kooperation, Trainer und Co. - für die Fans gab es beim ersten Fan-Stammtisch zur neuen Saison reichlich Infos

Rund 100 Fans haben sich am Freitagabend zum ersten Fan-Stammtisch zur neuen Saison in Claudia’s Vereinshaus eingefunden und den neuen Geschäftsführer, Sven Gösch, mit einem lautstarken Applaus im Amt begrüßt. Und die Ovationen wurden noch einmal lauter, als Gösch wenig später seine erste Neuverpflichtung vorstellte. Mit André Gerartz gelang es dem sportlichen Leiter, den Topscorer der Saison 2017/18 zurück zu den Crocodiles zu lotsen. „Ich hatte schon recht früh Kontakt mit Sven Gösch, auch weil die letzte Saison sportlich nicht so gut für mich lief. Für mich war klar, dass ich irgendwohin möchte, wo ich mich wie zuhause fühle. Und das ist in Hamburg gegeben. Meine Freundin und ich mögen das Umfeld und haben hier Freunde gefunden“, so Gerartz. Sportlich möchte der Torjäger dort anknüpfen, wo er bei den Crocos vor seinem Wechsel nach Essen aufgehört hat. Bei 74 Scorerpunkten in 40 Spielen ein sehr ehrgeiziges Ziel.

Nach der guten Neuigkeit musste Gösch allerdings auch wieder auf die Euphorie-Bremse treten: „Ich denke, es ist kein Geheimnis, dass der Etat ein ganzes Stück kleiner sein wird, als in der letzten Saison. Wir gucken jetzt, was wir außenherum sparen können, um den Etat für den Kader wieder etwas nach oben zu schrauben.“ Die aktuelle Mannschaft bestehe aus einem Torwart, drei Verteidigern und sechs Stürmern. „Ich kann euch aber sagen, dass nächste Woche fünf Spieler bei den Crocodiles unterschreiben werden. Bevor die Tinte trocken ist, werden die Spieler natürlich noch nicht zur Mannschaft gezählt.“ Veröffentlicht werden die Verpflichtungen nach und nach. „Der Sommer ist noch lang und wir wollen natürlich immer etwas zu berichten haben“, so Gösch.

Anschließend folgte ein Thema, dass unter den Fans zuletzt heiß diskutiert wurde – die HVV-Tickets. „Das ist ein mittlerer fünfstelliger Betrag, den wir jedes Jahr zahlen müssen. Und ich gehe davon aus, dass von den 1.400 Zuschauern, die wir letzte Saison im Schnitt zu Besuch hatten, 150 bis 200 das Angebot nutzen.“ Zahlen müsse man allerdings für jedes Ticket. „Eine Möglichkeit, das zu splitten, besteht nicht.“ Deshalb tendiere man derzeit dazu, diese Summe einsparen zu wollen bzw. zu müssen. Diese vorläufige Entscheidung wurde im Laufe des Abends noch weiter diskutiert, traf aber bei dem Großteil der anwesenden Fans auf Verständnis.

Eine aktuelle Wasserstandsmeldung zum Thema Dauerkarten gab der Geschäftsführer ebenfalls: Knapp 300 Dauerkarten wurden bislang bestellt. „Für mich ist es verständlich, dass viele abwartend sind. Aber mit der ersten Verpflichtung haben wir heute gezeigt, dass wir in der kommenden Saison nicht im Tabellenkeller spielen wollen. Es werden auch noch ein paar gute Spieler dazu kommen und dass der Etat kleiner ist, bedeutet nicht, dass die Mannschaft unbedingt schwächer sein muss.“ Verstärkt wird der Kader weiterhin vom Kooperationspartner Weisswasser. Die Lausitzer Füchse werden sich sehr wahrscheinlich noch einen Kooperationspartner im Süden suchen, da die Fahrt nach Hamburg weit ist. Einen Nachteil sieht Sven Gösch darin nicht. „Man wird die Zahl der Förderlizenzspieler aufstocken und wahrscheinlich die Spieler zu uns schicken, die dann auch langfristig bleiben.“

Auch zu den Gerüchten aus Polen äußerte sich der Geschäftsführer. „Es ist richtig, dass Jacek Plachta ein anderes Angebot vorliegen hat. Aber es ist nicht richtig, dass er das unterschrieben hat. Wir sind weiterhin im Gespräch und Jacek hat sich über das Wochenende noch Bedenkzeit erbeten.“ Am Montag werde man wieder telefonieren. „Es ist kein Geheimnis, dass Jacek in Polen besser verdienen kann. Aber es hat ihm letzte Saison sehr gut in Hamburg gefallen, sodass er sich auch vorstellen kann, mindestens noch eine Saison bei uns zu bleiben“, fügte Gösch an.

Bei Christoph Schubert ist der Zustand unverändert. Der Kapitän ist mit der kaputten Schulter weiterhin in Behandlung. „Es ist genau wie bei Jacek auch, nicht auszuschließen, dass Schuby in der kommenden Saison bei uns Trainer wird.“ Bei beiden stünde die Chance 50/50. „Es kann natürlich auch sein, dass ein ganz anderer hinter der Bande stehen wird. Da wird es in naher Zukunft eine Entscheidung geben.“

Im Anschluss gab es für die Fans die Möglichkeit, Fragen zu stellen. So wurde auch beim Thema Sponsoring nachgehakt. „Wir sind in Gesprächen mit den bestehenden Sponsoren. Das sind gute Gespräche. Der ein oder andere wird vielleicht weniger machen, dafür stocken einige Partner ihr Engagement auf. Fakt ist, dass wir gesehen haben, dass die bestehenden Partnerschaften noch nicht ausreichen und wir im Sommer noch Gas geben müssen“, antwortete Gösch.

Beim Zuschauerschnitt werde man in der kommenden Saison ungefähr mit dem Schnitt der letzten Saison planen. „Für die Kalkulation werden wir davon allerdings noch fünfzig bis hundert Zuschauer abziehen. Wir wollen am Ende der Saison eine schwarze Null auf dem Konto haben und rechnen daher lieber mit weniger Besuchern. Wir freuen uns dann aber, wenn es mehr werden.“

Ein Gespräch mit Bäderland, bei der eine Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Crocodiles angestrebt wird, steht noch an. Auch Themen wie der Zustand der Scheiben und der Lautsprecher werden dort angesprochen.

Bedauert wurde, dass ein Josh Mitchell nicht verabschiedet wurde. Das begründete Gösch damit, dass man mit dem Kapitän der vergangenen Saison noch im Gespräch sei. Eine Rückkehr wäre für den Kanadier allerdings mit Gehaltseinbußen verbunden, die Wahrscheinlichkeit daher nicht sehr groß. Bei Brad McGowan gehe man davon aus, dass der Stürmer nicht mehr an die Elbe zurückkehren werde.

Zur Planinsolvenz konnte der Geschäftsführer sagen, dass die Frist für Einsprüche abgelaufen ist, das Schreiben vom Gericht zur Aufhebung des Verfahrens aber noch ausstehe. Man gehe davon aus, dass es Anfang der kommenden Woche in der Post sei. Sven Gösch nutzte die Gelegenheit, seinen Vorgänger zu loben: „Christian Schuldt hat uns in Zusammenarbeit mit den Anwälten sehr gut durch die Planinsolvenz geführt.“

Im Anschluss an die Fragerunde gab es noch zahlreiche Gespräche, bei denen auch die Zusammenführung der Fanclubs, auch innerhalb der Eishalle, zur Sprache kam. Diesbezüglich wolle man sich an einen Tisch setzen und zukünftig besser kooperieren.

Am späten Abend gingen Fans und Verantwortliche gut gelaunt nach Hause. Der erste Fan-Stammtisch zur neuen Saison stimmte alle Beteiligten positiv. So sehr, dass Solveig Marxen gleich mit einer Reihe von Dauerkarten-Anträgen das Vereinshaus verließ.

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