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Derbe Heimpleite für die Crocodiles gegen Tabellenführer Leipzig

Hilflose Krokodile verlieren auch in dieser Höhe verdient. 1:9 (0:4/1:2/0:3)

Mit den Icefighters Leipzig stellte sich am Sonntag das Team der Stunde im Eisland Farmsen vor. Alle wussten, dass das ein sehr schweres Spiel werden würde, zumal die drei in Hannover Verletzten heute allesamt ausfielen. Und das waren eben auch nicht irgendwelche Spieler, sondern mit Thomas Zuravlev, Moritz Israel und Brad McGowan absolute Leistungsträger, die neben dem weiterhin verletzten Stefan Tillert nicht mitmachen konnten. Leider hat die Mannschaft am Sonntag einen völlig gebrauchten Tag erwischt. Von der ersten bis zur letzten Minute war man den Mannen von Leipzig-Coach Gerike in allen Belangen unterlegen. Zweikampfverhalten, Einsatz und Ideen waren nicht vorhanden. Dazu stand ein vor Selbstbewusstsein strotzender und motivierter Gegner auf dem Eis, der den schwächelnden Crocodiles früh die Zähne zog.

Die 1.649 Zuschauer, die sich am Sonntagnachmittag trotz traumhaften Herbstwetters auf den Weg in die Eishalle machten, rieben sich verwundert die Augen. Bevor die Crocodiles den Leipziger Goalie Roßberg auch nur ein einziges Mal geprüft hatten, stand es nach gespielten 82 Sekunden bereits 0:2 für die Gäste. Beim 0:1 (1:08) durch Schneider kam der Leipziger an der Croco-Blue-Line etwas eher an die Scheibe als Gärtner, nimmt den Schwung mit, zieht in die freie Mitte und verwandelt eiskalt und ungestört mit einem platzierten Schuss, 0:1 (1:08). Nur 14 Sekunden später fällt das 0:2 von der anderen Seite. Farrell und Martin spielen schnell sowie unbedrängt, Martin mit dem Querpass auf den mitgelaufenen Patocka, der keine Mühe hat freistehend einzunetzen, 0:2 (1:22) Patocka. Die Crocodiles einfach nicht eng genug am Mann und mit schwachem Zweikampfverhalten. Die Fans waren trotzdem noch guter Laune und feuerten das Team an, solche Situationen kennt man aus dem Eishockey, Zeit genug, noch nichts verloren... Doch! Die stark ersatzgeschwächten Crocodiles schienen komplett verunsichert zu sein, und kamen kaum einmal zwingend vor das Tor der Icefighters. 5:59 gespielt, Strafzeit gegen Mitchell und nur 49 Sekunden später gesellt sich Schubert hinzu, um länger zu bleiben 2+10 (Check gegen den Kopf). 71 Sekunden drei Hamburger gegen fünf Leipziger. Mit viel Glück überstanden die Hamburger diese Phase, denn Towart Kai Kristian konnte eine Leipziger Einschussmöglichkeit gerade noch so abwehren, dass der Puck auf die Latte fiel. Sollte diese überstandene Situation nun die Initialzündung gewesen sein? Nein! Zwar hatten die Crocodiles nun auch eine erste dicke Chance durch Tim Marek, aber genau in der Phase, als man etwas besser ins Spiel kam, schlugen die Icefighters wieder zu. Mitchell verliert im eigenen Drittel das Bully, der Puck wird von Leipzig wieder schnell nach vorne gespielt, Marek kann nicht entscheidend stören und im Nachschuss liegt der Puck wieder im Croco-Netz, 0:3 (13:44) Schneider. 16:28 gespielt, wieder Strafe gegen Hamburg, Norman Martens muss runter. Und dieses Mal lassen sich die Leipziger die Chance nicht entgehen. Nach 36 Sekunden Überzahl netzt der starke Velecky ein (17:04). Die Crocodiles stehen mit drei Spielern am eigenen Torraum und bekommen den Puck nicht weg. Velecky nimmt die Chance dankend an. Frustrierend! Kurz vor dem Ende rettet Kristian noch zweimal in höchster Not. Drittelpause. 4 zu 20 Schüsse auf das Tor und ein Spielstand von 0:4 nach 20 Minuten sprechen eine deutliche Sprache. Es kann nur besser werden!

Wurde es auch kurzfristig. Im zweiten Drittel ließen es die Leipziger offensiv nicht mehr ganz so zügig angehen, und die Crocodiles schienen sich etwas vorgenommen zu haben. Coach Hohenberger stellte nun Calovi für Bruns in die erste Reihe und tauschte außerdem noch den Torwart, Lucas Di Berado für Kai Kristian. Dies allerdings nicht aufgrund einer schlechten Leistung von Kristian, sondern eher um ein Zeichen an das Team zu setzen. Und Di Berado konnte auch gleich zeigen, dass die Crocodiles zwei tolle Goalies haben. Nach 90 Sekunden rettete er genauso wie 31 Sekunden später, als die Leipziger einen Traumpass von der eigenen Torlienie auf den an der blauen Linie startenden Martin spielen, der allein auf das Tor zulaufen kann, aber an Di Berado scheitert. Dass die Crocodiles es nun besser machen wollen erkennt man daran, dass allein in den ersten 5 Minuten deutlich mehr Schüsse auf das Leipziger Tor abgegeben wurden, als im gesamten ersten Drittel. Es fehlen aber der letzte Wille und Glück. Dann die erste Strafzeit gegen Leipzig, (24:28) Hofverberg. Und tatsächlich, Mitchell bringt den Puck im Leipziger Tor unter, 1:4 (26:11). Hoffnung! Die Fans glauben dran und geben Gas. Mitte des Drittels, wieder Strafzeit Leipzig (29:29, Farrell). Nun ein zweites Tor, dann geht's rund in Farmsen! Aber es sollte anders kommen. Mitchell versucht einen ungenauen Pass mit dem langen Schläger noch zu Schubert zu retten, der, aus der neutralen Zone kommend, versucht, den Puck im Drittel zu halten, aber sofort vom Leipziger Zink bedrängt wird. Der Puck springt genau in den Lauf von Zink, der den Speed mitnimmt und allein auf Di Berado zulaufen kann und diesen dann tunnelt, 1:5 (30:45) Zink in Unterzahl. Ein ganz bitteres Gegentor. Das Spiel nun entschieden. Fünf Minuten später eine Strafe gegen Bruns, Überzahl Leipzig. Und die Crocodiles wieder im Tiefschlaf. Der puckführende Leipziger wartet neben dem Tor und passt kurz und genau auf dem in den Slot laufenden Velecky, der völlig ungestört das 1:6 erzielen kann (35:49). Gedanklich zu langsam und körperlos. Das sind heute nicht die Crocodiles, die die Fans so lieben.

Bezeichnend auch eine Szene aus dem letzten Drittel, als ein Missverständnis zweier Krokodile in der neutralen Zone fast das 1:7 nach sich gezogen hätte. Das kommt dann aber nur etwas später. Der Finne Paavilainen nimmt den Puck im Bullykreis des eigenen Drittels auf und läuft völlig unbedrängt über die ganze Eisfläche, zieht Richtung Tor und trifft zum 1:7 (43:58). Das sah schon sehr nach öffentlicher Eislaufzeit aus... Die Crocodiles geben sich der Niederlage fast ohne Gegenwehr hin und die Fans? Fassungs-/ und Stimmlos, ob der Dinge, die da auf dem Eis geschehen. Beim 1:8 (47:27) durch Komnik leistet die Crocodiles-Defense gar keine Gegenwehr mehr. Und beim 1:9 (52:10) durch Velecky, verdaddelt ein Krokodil im eigenen Drittel die Scheibe leichtfertig, kein anderes Krokodil hilft, wieder kein Problem für Velecky, der sein drittes Tor erzielen kann. Noch acht Minuten, das wird zweistellig, denken die meisten Fans, aber Leipzig zeigt sich gnädig und verwaltet die restlichen Minuten. Ende. 1:9!

Es dauerte dann auch ungewöhnlich lange, bis Coach Hohenberger zur Pressekonferenz erschien. Laut soll es in der Kabine der Crocodiles gewesen sein. Der sympathische und sachliche Leipziger Coach Gerike dagegen lobte sein Team, das einen tollen Start hinlegte und die Tore immer zum richtigen Zeitpunkt erzielte. Herbert Hohenberger sprach dagegen von Kindereishockey gegen Männereishockey. Vom katastrophalen Start hat sich sein Team nie erholt. Es fehlte Substanz. Obwohl im Training der Fokus auf das Defensivverhalten liegt, fangen sich die Crocodiles immer noch viel zu viele einfache Gegentore ein und so könne man eben nicht gewinnen. Hohenberger wird das Spiel nun noch einmal genau analysieren und die Spieler haben morgen Zeit in sich zu gehen. Bleibt zu hoffen, dass sich das Verletztenlager bis zum kommenden Wochenende reduziert und das Team durch starke Leistungen dieses Spiel vergessen macht. Das Team ist nun in der Pflicht!

Statistik:
Crocodiles vs Leipzig 1:9 (0:4/1:2/0:3)
Zuschauer: 1.649

1.Drittel:
0:1 (1:08) Schneider
0:2 (1:22) Patocka
0:3 (13:44) Schneider
0:4 PP1 (17:04) Velecky 

2.Drittel:
1:4 PP1 (26:11) Mitchell
1:5 SH1 (30:45) Zink
1:6 PP1 (35:49) Velecky

3.Drittel:
1:7 (43:58) Paavilainen
1:8 (47:27) Komnik
1:9 (52:10) Velecky

Andere Spiele der Oberliga Nord:

Berlin - Halle 4:6
Erfurt - Tilburg 3:6
Timmendorf - Herne 1:9
Duisburg - Indians 4:0
Essen - Scorpions 2:4
Rostock - Harz 8:3

Kommendes Wochenende geht es auswärts wie zuhause gegen die Black Dragons aus Erfurt. Am Freitag treten unsere Crocodiles in Erfurt an und kommenden Sonntag, 22.10. um 16:00 Uhr, erfolgt dann die Wiedergutmachung auf Hamburger Eis. Karten gibt es wie immer über EVENTIM, bei Claudia im Vereinshaus oder an der Abendkasse. (ghe)

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